Hamadan ist eine der ältesten Städte Persiens und war einst unter dem Namen Ekbatana als Hauptstadt des Meder-Reichs bekannt. Sie verfügt über eine lange Perserteppich-Tradition, die sich bis in die Antike zurückverfolgen lässt. Noch heute gilt die nordwestiranische Stadt als zentraler Umschlagplatz für Orientteppich-Erzeugnisse, die sowohl aus der Stadt selbst als auch aus den umliegenden Unterprovenienzen stammen. Herausragende Qualitäten tragen daher manchmal auch den Namen ihres genauen Herkunftsortes wie Nahavand, Maslaghan, Hosseinabad, Tuiserkan oder Bordjalou. Die Muster können beim Hamadan-Orientteppich sehr vielfältig gestaltet sein, dennoch ist das klassische Herati-Muster mit Raute, stilisierten Blüten und flankierenden Blattmotiven häufig anzutreffen. Anders als bei gängigen Perserteppich-Arten handelt es sich beim symmetrisch geknüpften Hamadan-Perserteppich um Einschussware. Charakteristisch ist für den Hamadan-Orientteppich zudem sein Format, das oft in Brückengrößen von ca. 150x100 cm gehalten ist. Insgesamt gilt der Hamadan als guter Gebrauchsteppich, wobei eventuelle Qualitätsunterschiede vor allem an der jeweils verwendet Wolle gemessen werden.