Afshar Perser
Einst waren die turkstämmigen Afsharen ein bedeutender Oghusen-Stamm und lebten während der Seldschuckenherrschaft vorwiegend in den nördlichen Gebieten des Nahen Ostens. Heute ist ein Großteil der mittlerweile sesshaft gewordenen Afshar-Nomaden im südöstlichen Iran angesiedelt, wo die Perserteppich-Produktion für sie zur wichtigen Einkommensquelle geworden ist. Ihre reichhaltige Geschichte hat wohl dazu beigetragen, dass die Afsharen hinsichtlich der Perserteppich-Knüpfkunst über ein breitgefächertes Musterrepertoire verfügen, das manche sogar für das umfangreichste des Orients halten. Dominierend sind beim Afshar-Orientteppich ausgewogene geometrische Muster, deren Grundflächen hauptsächlich in klassischem Rot und einem angenehmen Tiefblau gehalten sind. Häufig wird der Afshar-Perserteppich mit hohem Flor aus glänzender Wolle in Saronim- und Dozargrößen hergestellt. Dabei handelt es sich um kleine bis mittelgroße Brückenformate, die einen wertvollen Orientteppich noch besser zur Geltung bringen. Zudem ist beim Afshar-Orientteppich die Breite im Verhältnis zur Teppichlänge oft ziemlich weitläufig - ein sehr interessantes Format, das sich für originelle Wohnraumgestaltungen anbietet.