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In der kurdischen Teppichprovenienz Bidjar, im Nordwesten des Persiens, wird eine besondere Knüpfkunst gepflegt, die dem Bidjar-Perserteppich international einen guten Ruf als äußerst robuster Orientteppich verschafft hat. Im Persischen wird er auch "Eisenteppich" genannt, da seine Baumwoll-Schussfäden angefeuchtet und durch einen Eisenkamm fest mit den Reihen aus türkischen Knoten zusammengedrückt werden. Somit entsteht ein sehr dichter Flor, der kaum Schmutzpartikel durchlässt und den Bidjar-Perserteppich zur idealen Ausstattung für stark beanspruchte Bodenflächen, beispielsweise in öffentlichen Räumen oder im Essbereich, macht. Dasselbe Verfahren wird bei den wertvolleren Tekab-Perserteppichen der Afsharen angewandt, die aus der gleichnamigen Ortschaft, 50 km westlich von Bidjar, stammen. Der wesentliche Unterschied zu Bidjar-Teppichen besteht in der Schussfadenstärke, die beim Tekab feiner ist und den Orientteppich insgesamt geschmeidiger macht. Hinsichtlich der Muster sind sich beide Teppicharten ähnlich. Bevorzugt wird das Herati-Muster variiert und in einer klaren Grundstruktur eingebracht, die mit oder ohne Medaillon erscheinen kann und nicht selten ein opulentes Hexagon im Zentrum darstellt.